So unterscheiden sich Seminar und Workshop

Seminare und Workshops werden gerne in einen Topf geschmissen, was bis zu einem gewissen Punkt durchaus nachvollziehbar ist, da die Übergänge fließend sind und bei beiden Formaten die Teilnehmer aktiv eingebunden werden. Dennoch gibt es ganz entscheidende Unterschiede.

Welches Format für die individuelle Situation am geeignetsten ist, hängt in erster Linie davon ab, was das Ziel der Veranstaltung ist. Um dies zu verdeutlichen, habe ich folgende Grafik erstellt und hier zur besseren Orientierung auch den Vortrag mit aufgenommen:

Unterschied Vortrag, Seminar und Worksop

Hieraus wird schnell klar, dass einer der Hauptunterschiede im Praxisanteil der Teilnehmenden liegt, denn während bei der Informationsvermittlung eher zugehört wird und bei Lehrveranstaltungen trotz einiger Übungen ebenfalls die Theorie überwiegt, lässt sich bereits erahnen, dass bei einem Workshop an konkreten Aufgabenstellungen gearbeitet wird.

Praxis- und Theorieanteil von Seminaren und Workshops

Die Grenzen zwischen Seminar und Workshop sind beweglich. Was aber festgehalten werden kann ist, dass bei Seminaren der Theorie-, bei Workshops hingegen der Praxisanteil überwiegt. Dies habe ich durch folgende Grafik veranschaulicht:

Praxis- und Theorie-Anteil bei Seminaren und Workshops

So lässt sich ein Seminar von einem Workshop unterscheiden

Um Seminare und Workshops stichhaltig voneinander unterscheiden zu können, sollten sie zunächst separat betrachtet werden. Dabei sollte bereits ein guter Überblick über eventuelle Gemeinsamkeiten entstehen. Die genauen Unterschiede werde ich später noch gegenüberstellen.

Zunächst beschäftigen wir uns also mit der Frage: Was ist ein Seminar?

Bei einem Seminar handelt es sich normalerweise um eine Lehr- oder Weiterbildungsveranstaltung im geschlossenen Teilnehmerkreis, die ein bestimmtes Thema anhand einer festgelegten Agenda behandeln. Dabei wird Fachwissen vermittelt, das in kleineren Praxisblöcken – beispielsweise anhand von Diskussionen, Rollenspielen und der Behandlung von Fallbeispielen – vertieft wird. Die Teilnehmer können also eingebunden werden, der Redeanteil des Seminarleiters überwiegt aber in der Regel deutlich.

Und wie lässt sich nun ein Seminar von einem Workshop unterscheiden?

Workshops lassen sich recht treffend als Arbeitssitzung mit offenerem Arbeitsfeld beschreiben. Dabei geht es in erster Linie um die gemeinsame Aneignung von Fertigkeiten, mit der häufig auch das gemeinschaftliche Erarbeiten von Lösungen relevanter Probleme oder Aufgabenstellungen verbunden ist. Entscheidend für den Erfolg ist vor allem, dass im Vorfeld präzise ausgewählt wird, wer wirklich am Workshop teilnehmen sollte und sich dieser Teilnehmerkreis auch einbringt, damit alle relevanten Perspektiven mit einfließen können. Insgesamt steht hier also die praktische Arbeit im Vordergrund. In entsprechenden Folgesitzungen und/oder im Projekt- und Tagesgeschäft werden die erarbeiteten Dinge angewandt, um beispielsweise Prozessoptimierungen vorzunehmen, eine Strategie umzusetzen oder andere Ideen zu realisieren. Der Redeanteil des Workshop-Moderators ist hier minimal; seine Aufgabe ist weniger die Vermittlung puren Wissens, sondern das Steuern des Projektteams und das Beisteuern wichtiger Entscheidungshilfen, um sicherzustellen, dass das Ziel der Veranstaltung auch erreicht wird.

Die Top 10 Unterschiede zwischen Seminaren und Workshops

Um die Unterschiede zwischen Seminar und Workshop deutlicher herauszustellen, habe ich im Folgenden eine Gegenüberstellung mit den wichtigsten 10 Unterschieden erstellt:

Seminar

  1. Theorie überwiegt
  2. Erweiterung von Fachwissen
  3. Informationen werden vermittelt
  4. Vorgegebenes Thema mit festem Ablauf
  5. Teilnehmer können aktiv eingebunden werden
  6. Offene Teilnehmergruppe (und -Zahl)
  7. Eigene Notizen und Interpretationen
  8. Redeanteil des Leiters überwiegt
  9. Offen für Diskussionen
  10. Einmalige Veranstaltung

Workshop

  1. Praktischer Teil überwiegt
  2. Aneignung von Fertigkeiten
  3. Informationen werden zusammengetragen
  4. Relevantes Arbeitsfeld mit variablem Ablauf
  5. Alle Teilnehmer müssen mitwirken
  6. Arbeitsgruppe mit begrenzter Teilnehmerzahlen
  7. Gemeinsames Verständnis durch Visualisierung
  8. Moderator führt und muss improvisieren können
  9. Forciert die Zusammenarbeit
  10. Teil eines Projektes und der weiteren (Zusammen-) Arbeit

Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, wie effizient Workshops sind, da in Arbeitsgruppen konkrete Probleme oder Herausforderlungen direkt gelöst werden und die Teilnehmer gleichzeitig neue Fertigkeiten lernen. Seminare verlassen Teilnehmer häufig mit vielen neuen Informationen, die erst einmal verarbeitet werden müssen und immer individuell interpretiert werden. So, wie es sich auch mit vielen Meetings verhält.

Das Konzept der IDEALY Workshops und Seminare

Im Rahmen der IDEALY Workshops biete ich meinen Kunden nicht nur effiziente Workshops zur Entwicklung der richtigen Lösungen, sondern auf Wunsch auch die Möglichkeit, den Projektteams die Theorie sowie Prinzipien und Methodik von effektiven Workshops zu vermitteln. So lernen die Teilnehmer verschiedene Übungen, die sie künftig selbst anwenden können, um effizienter und effektiver zusammenzuarbeiten. Mehr dazu erfahren Sie unter IDEALY Seminare, oder Sie rufen mich einfach dazu an oder schreiben mir eine E-Mail.

+49 211 5858 6969
patrick@idealy.de


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Geposted 11.06.2021

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